Der Goldschmied

Was ist eigentlich ein Goldschmied?


Ein Goldschmied (lat. "faber aurifex") fertigt Schmuck und andere Gegenstände aus Edelmetallen, Gold, Silber, Platin. Manchmal kommen aber auch Stahl, Eisen, Buntmetalle, Holz oder Kunststoff zum Einsatz. Die Vielzahl der Materialien umfasst zudem Edelsteine, Halbedelsteine, Perlen, Elfenbein, ja sogar Email oder Gummi.

Der Beruf ist stark von handwerklicher Arbeit geprägt. Er hat seine Wurzeln in der Frühzeit menschlicher Entwicklung. Schon vor mehr als fünftausend Jahren wurden in Ägypten und in China aus Gold und Silber erste Schmuckstücke hergestellt, die überwiegend kultischen Charakter hatten.

Namentlich bekannt sind uns erst die Goldschmiede des hohen Mittelalters wie Nikolaus von Verdun, der den Dreikönigsschrein des Kölner Doms anfertigte, der Renaissance wie Albrecht Dürer der Ältere, Vater des berühmten Malers und Holzschnitzers, Benvenuto Cellini oder auch Johannes Gensfleisch, der unter dem Namen Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks in die Geschichte eingegangen ist.

Darstellung aus dem "Ständebuch" von 1568

Bekannter noch sind die Großen aus dem 19. und frühen 20 Jahrhundert wie Lalique und Fabergé.

In der Literatur tauchen Goldschmiede immer wieder auf. Zu den bekanntesten Werken gehören E. T. A. Hofmanns "Das Fräulein von Scuderi" und "Das Geheimnis des Goldschmieds" von Elia Barcelo.

 

Rainer Maria Rilke widmete dem Beruf ein Gedicht:

 

Warte! Langsam" Droh' ich jedem Ringe
Und vertröste jedes Kettenglied:

Später, draußen, kommt das, was geschieht.

Dinge, sag' ich, Dinge, Dinge, Dinge!

Wenn ich schmiede, vor dem Schmied

hat noch keines irgendwas zu sein

oder ein Geschick auf sich zu laden.

Hier sind alle gleich, von Gottes Gnaden:

Ich, das Gold, das Feuer und der Stein.

 

Ruhig, ruhig, ruf' nicht so, Rubin!

Diese Perle leidet, und es fluten
Wassertiefen im Aquamarin.

Dieser Umgang mit Euch Ausgeruhten

ist ein Schrecken: Alle wacht Ihr auf!

Wollt Ihr Bläue bilitzen? Wollt Ihr bluten?

Ungeheuer funkelt mir der Hauf'.

 

Und das Gold, es scheint mir verständig,

in der Flamme habe ich's gebändigt,

aber reizen muß ich's um den Stein.

Und auf einmal, um den Stein zu fasssen,

schlägt das Raubding mit metallischem Hassen

seine Krallen in mich selber ein.

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Goldschmiede und Wohnbedarf
Inh: Claudia Benjes

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